Elektroinstallation: Was darf ein Elektriker und was nicht? Kosten und Vorschriften
NIN, ESTI, Sicherheitsnachweis – die Schweizer Elektro-Vorschriften einfach erklärt, inklusive Preise für typische Arbeiten.
Elektroinstallationen in der Schweiz unterliegen strengen Vorschriften (NIN, ESTI). Wer hier spart oder selbst hand anlegt, riskiert nicht nur Bussen, sondern auch sein Leben.
Was darf ein Elektriker (und du nicht)
Die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) regelt klar: Alle Arbeiten an festinstallierten elektrischen Anlagen ab dem Zähler dürfen nur durch konzessionierte Elektrofachpersonen ausgeführt werden. Das schliesst ein:
- Neue Steckdosen oder Schalter installieren
- Lampen mit fester Verkabelung anschliessen (nicht: Steckerlampe)
- Verteilkasten erweitern oder ändern
- Wärmepumpe oder Boiler anschliessen
- Erdung prüfen oder ändern
Typische Preise für Elektroarbeiten
| Arbeit | Aufwand | Kosten (inkl. Material) |
|---|---|---|
| Steckdose neu (Aufputz) | 1 Std. | CHF 180–280 |
| Steckdose neu (Unterputz) | 2-3 Std. | CHF 350–650 |
| Lampenanschluss | 0.5-1 Std. | CHF 150–300 |
| Sicherungskasten ersetzen | 8-12 Std. | CHF 2'500–5'500 |
| Sicherheitsnachweis (SiNa) | 2-4 Std. | CHF 300–700 |
Sicherheitsnachweis – wann er nötig ist
Alle 20 Jahre (bei Wohnliegenschaften) muss eine elektrische Installation geprüft werden. Auch beim Verkauf einer Immobilie oder bei grossen Umbauten. Der Sicherheitsnachweis (SiNa) bestätigt, dass die Anlage den aktuellen NIN-Normen entspricht.
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